Ernährung

Ernährung ist mehr als nur die lebensnotwendige Zufuhr von Nährstoffen. Eine ausgewogene Ernährung ist eine wichtige Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung sowie für das Lernen und Leisten. Sie ist aber auch eine Quelle von sozialer Gesundheit, indem durch gemeinsames Kochen und Essen, Teilen und Feiern der Gemeinschaftssinn gefördert und gestärkt wird.

Jugendliche mit einer realistischen Selbsteinschätzung verfallen weniger auf den Gedanken, sie seien zu dick, wo dies gar nicht der Fall ist. Wo Identität und Sinnbezüge Halt geben, wird Abnehmen weniger rasch zum dominanten Lebensinhalt. Ein sinnvoller Umgang mit Gefühlen, Stress und Problemen macht es weniger wahrscheinlich, dass aggressive Impulse gegen sich selber gerichtet werden. Kritisches Denken ermöglicht beispielsweise, gängige Schönheitsideale und einengende Vorstellungen über die Rolle von Mädchen und Frauen zu hinterfragen. Beziehungsfähigkeit erleichtert, sich bei Bedarf Hilfe im sozialen Umfeld zu suchen (Högger 2005a).

Konstruktiv mit Frust oder anderen Gefühlen umzugehen sowie eine sinngebende Lebensperspektive wirken der Gefahr, Frustrationen durch Essen abzubauen, entgegen. Der Umgang mit Verlockungen des Nahrungsmittelangebots verlangt zum Beispiel kritisches Denken (Högger 2005a).

 

Um über das Thema Ernährung gewisse Lebenskompetenzen zu fördern, bietet der nebenstehende «Lebenskompetenzbaum»  eine schnelle und zielführende Orientierungshilfe über die im Partnernetzwerk vorhandenen Materialien und Angebote.