Lebenskompetenzen: Argumente

Lebenskompetenzförderung ist für Schulen nichts Neues

Gute Lehrer und Lehrerinnen stärken ihre Schüler und Schülerinnen schon längst in ihren Lebens-kompetenzen, auch wenn sie diesen Begriff vielleicht gar nicht kennen und brauchen. Sie verwenden vielleicht eher den Begriff der Sozial- und Selbstkompetenz. Künftig dürfte der Begriff der Überfachlichen Kompetenzen gemäss Lehrplan 21 leitend sein.

Diese Bestrebungen entwickeln mehr Kraft, wenn sich die Schule als Ganzes mit dem Thema befasst, Lehrpersonen voneinander wissen, wie sie bei den Lernenden die Kompetenzen stärken, und wenn gezielt auf dem Erreichten aufgebaut wird – etwa so, wie das zum Beispiel in Mathematik eine Selbst-verständlichkeit ist.

Neu ist also nicht die Lebenskompetenzförderung an sich, sondern allenfalls der systematisierte und koordinierte Aufbau. Ein koordiniertes und fundiertes Stärken der Lebenskompetenzen bei den Schülerinnen und Schülern gibt der Schule Kraft in ihrem Auftritt nach aussen und Orientierung nach innen. Lehrpersonen sind nicht mehr Einzelkämpfer, all den gesellschaftlichen Ansprüchen ausgelie-fert, sondern sind eingebettet in ein Team, das gemeinsame Ziele verfolgt. Die Schule gewinnt an Profil, ist verortbar und eine verlässliche Partnerin.

Lebenskompetenzförderung trifft sich mit schulischen Anliegen

  • Es ergeben sich zahlreiche Bezüge mit dem Lehrplan.
  • In schulischen Leitbildern ist es üblich, Ansprüche wie Verantwortung, konstruktive Konflikt-bewältigung, gesundes Schulklima, Toleranz, Respekt oder Wertschätzung zu formulieren.
  • Lebenskompetente Schülerinnen und Schüler können gelassener und versierter mit schulischen Anforderungen umgehen, zum Beispiel mit Stress, Lerndruck und Zeitknappheit.
  • Lebenskompetente Schülerinnen und Schüler können einfacher Beziehungen gestalten und Konflikte lösen. Das entlastet die Lehrpersonen und den Unterricht von alltäglichen Reibereien.
  • Lebenskompetente Schülerinnen und Schüler verursachen weniger Disziplinprobleme.

Synergien für die Präventionsarbeit

In der Förderung von Lebenskompetenzen treffen sich vielfältige Anliegen der Prävention und Gesundheitsförderung. Sei es z.B. in der Prävention von Sucht- und Gewaltproblemen, bei der Verhinderung von Essstörungen oder im Umgang mit Geld und Konsum – immer wird die Förderung der Lebenskompetenzen als Grundlage gesehen.