Lebenskompetenzen: Beispiele guter Praxis

Disziplin und Sozialverhalten - Schule Mellingen-Wohlenschwil

Dem Thema „Disziplin und Sozialverhalten" wird an der Schule Mellingen-Wohlenschwil eine zentrale Bedeutung beigemessen. Die Auseinandersetzung mit diesem Thema wurde über mehrere Jahre grundsätzlich angepackt und auf die Erarbeitung eines gemeinsamen Verständnisses aller Erziehungspartner sehr Wert gelegt.

Der erste Schritt in diesem Prozess war eine Standortbestimmung der Schulleitung mit der Lehrerschaft, an der sich das Thema als zentrales Anliegen herauskristallisierte. Im folgenden Schuljahr führten Eltern und Lehrpersonen an gemeinsamen Tagungen einen Dialog über Werte, Erziehungsgrundsätze und -ziele. Dabei wurde auch das Verständnis von "Disziplin" ausgiebig diskutiert.

Im Anschluss daran wurden die Schüler/innen klassenweise befragt, welche Verhaltensgrundsätze in ihren Augen für das Zusammenleben an der Schule am wichtigsten seien.

Aus den gewonnenen Erkenntnissen erarbeitete eine schulübergreifende Arbeitsgruppe von Lehrpersonen drei gemeinsame Verhaltensgrundsätze für die ganze Schule Mellingen-Wohlenschwil und liess diese grafisch darstellen (siehe Anhang). Diese Verhaltensgrundsätze wurden den Eltern an Elternabenden vorgestellt. Unterdessen sind sie zu einem wertvollen Fundament für das Verhalten aller an unserer Schule Beteiligten geworden.

Unsere Verhaltensgrundsätze:

  • Ich gehe mit meinen Mitmenschen so um, wie ich selbst behan­delt werden möchte.
  • Ich beobachte mich und das, was ich tue. Ich verhalte mich so, dass ich mir selbst in die Augen schauen kann.
  • Ich trage mir selbst, meiner Gesundheit und meiner Umwelt Sorge.

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Elternratgeber - Melligen, Wohlenschwil und weitere Gemeinden

Die Gemeinden Fislisbach, Maegenwil, Mellingen, Stetten, Taegerig und Wohlenschwil haben einen Elternratgeber entwickelt zu den folgenden Themen:

  • Elektronische Medien,
  • Ernährung Bewegung Schlaf,
  • Schulweg,
  • Hausaufgaben,
  • Taschengeld,
  • Heimkehrzeit, Party, Genuss- und Suchtmittel
  • Pubertät, Starke Eltern - starke Kinder

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Götti-Klassen-Projekt - Schule Möriken-Wildegg

Die Entwicklung von Sozialkompetenzen trägt massgeblich zu einem angenehmen Schulklima bei. Das Götti-Klassen Projekt der Pavillonschule Möriken-Wildegg zeigt diesbezüglich seine Wirkung. Alle Klassen vom Kindergarten bis zur Oberstufe nehmen teil. Bei diversen Aktivitäten treffen die Paten auf ihre Schützlinge, haben gemeinsam Spass und bauen so eine gegenseitige Vertrauensbeziehung auf. Diese Aktivitäten führen dazu, dass die Distanz zwischen den Kleinen und den Grossen verringert wird, was zu einer familiären Atmosphäre auf dem Schulareal beiträgt. Seit mehr als zehn Jahren ist das Götti-Klassen-Projekt an der Pavillonschule Möriken-Wildegg fest im Schuljahresplan verankert. Durch die langjährige Durchführung ist das Projekt inzwischen fester Bestandteil im Schulalltag.

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Mind Matters - Schulen Möriken-Wildegg

Die  Schule Möriken-Wildegg war eine der 3 Pilotschulen der Schweiz, die sich am europäischen Projekt Mind Matters beteiligt hat.

Mind Matters beinhaltet folgende Themen: Beziehungen aufbauen, konstruktive Stressbewältigung, Umgang mit Mobbing und Belästigung, Umgang mit Trauer und Verlust, psychische Krankheiten kennen lernen, Prävention von Selbstverletzung und Suizid, Netzwerke für Toleranz und Verantwortung in und um die Schule.

Informationen zu MindMatters Radix (Schweiz)

Informatione zu MindMatters Kanton Aargau

Der Kindergarten und die Primarschule arbeiten mit dem Lehrmittel „Fit und Stark“ an folgenden Themen:

Selbstwahrnehmung/Einfühlungsvermögen, Kommunikation, Nein-Sagen,Umgang mit Emotionen, Stressbewältigung, Mobbing, Trauer, Probleme lösen.

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Soziales Lernen (SOLE) - Primarschule Au-Erle, Brugg

Das Programm SOLE (Soziales Lernen in der Schule zielt darauf ab, die Schule als Kontext für soziales Lernen zu gestalten.  Dabei sind Beziehungen, Vernetzung, Kommunikation, Unterrichtsinhalte und Lernformen von Bedeutung. Diese bilden bei gutem Zusammenspiel einen Lebens-und Lernkontext, der Schülerinnen und Schüler in ihrer Selbst- und Sozialkompetenz stärkt und der Prävention unerwünschter sozialer Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen dient.

Für mehr Information: http://www.fhnw.ch/wbph-sole

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Präventionskonzept - Schule Aarau

Die Schule Aarau hat 2013 begonnen, ein Präventionskonzept zu entwickeln. Im Schuljahr 2015/16 wurde es stufenübergreifend für alle Klassen eingeführt. Es beinhaltet 23 verschiedene Projekte, die in fünf Themen-bereiche unterteilt sind: Identität / Selbstkompetenz, Klassengemeinschaft / Sozialkompetenz, Körper / Sexualität, Konfliktmanagement und Medien. Durch das Konzept stellt die Schule Aarau sicher, dass die Präventionsarbeit an der Schule abgestimmt erfolgt und in jedem Schulhaus die gleichen Präventionsprojekte angeboten werden. Die Koordination der Planung und der Umsetzung lag bei der Schulsozialarbeit, aber alle beteiligten  Akteure (Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen, Schul-leitung, Elternbeirat, Schulpflege und Stadtrat) nahmen an der Entwicklung des Konzepts teil und werden in der Evaluation der Projekte miteinbezogen.

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Mobbing-Freie-Schule

lm Schuljahr 2019/2020 startet die Arbeitsgruppe Gesundheit das Projekt'Mobbing-Freie- Schule'. Mit den Schülerinnen und Schülern, den Klassen und unter Miteinbezug der Eltern werden die Mechanismen von Mobbing thematisiert und Handlungsalternativen aufgezeigt. ln verschiedenen Diskussionsgefässen (Schülerrat, Klassenrat, Gruppen- und Einzelgesprächen) und mit gezielten Kursen (Mediensensibilisierungskursen und dem Forumtheater)wird der Prozess hin zur'Mobbing-Freien-Schule' von der Arbeitsgruppe Gesundheit begleitet und evaluiert.

 

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Peacemaker: Friedensstifter auf dem Pausenplatz - Primarschule Rütenen Windisch

Gewalt und Frieden sind Worte, die uns oft begegnen, die wir aber selten mit uns selber in Verbindung bringen.       

Wenden Sie nicht auch manchmal Gewalt an?

Sind Sie immer fähig, Frieden zu stiften?

Wie lösen Sie Konflikte?

Das Primarschulhaus Rütenen in Windisch setzt sich seit 7 Jahren mit den Themen Gewalt und Frieden auseinander. Das Programm „Peacemaker“ hat zum Ziel, das Zusammenleben in den Klassen und im ganzen Schulhaus zu fördern und die Schüler und Schülerinnen anzuregen, Konflikte gewaltfrei zu lösen.

Was ist ein Peacemaker?

Peacemaker sind 12 Schülerinnen und Schüler aus der 3., 4. und 5. Klasse, die von ihren Klassenkameraden und Lehrkräften gewählt wurden. Sie lernen in einem eineinhalbtägigen  Workshop Konflikte friedlich zu lösen und Streit zu entschärfen. Die Peacemaker sind jeweils ein Jahr lang vor allem in den Pausen im Einsatz. Natürlich ersetzen sie die Pausenaufsicht der Lehrkräfte nicht, aber sie bieten ihren Mitschülern Hilfe an, wenn in schwierigen Situationen Lösungen gefunden werden müssen.

Nach der Ausbildung treffen sich die Peacemaker regelmässig mit zwei verantwortlichen Lehrkräften zu einem Austausch und zur Weiterbildung.

Zweimal im Jahr werden zusätzlich Spielnachmittage durchgeführt. Sie stehen unter dem Motto „Fairplay“. Vor den Spielnachmittagen setzt sich jede Klasse mit diesem Thema auseinander. Die Kinder diskutieren Schwierigkeiten, die beim Spielen auftreten können und befassen sich mit Spielregeln, die einzuhalten sind.  

 

1. Schritt

Was ist los?

Die Beteiligten erzählen, was passiert ist.

2. Schritt

Wiederholen

Habe ich das richtig verstanden?

3. Schritt

Wie fühlst du dich?

Wie ist es für dich, wenn es passiert?

4. Schritt

Hat jemand eine Idee, wie ihr das lösen könntet?

5. Schritt

Gemeinsame Abmachungen, Lösungen festlegen.

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