Gewaltprävention: Beispiele guter Praxis

Peacemaker: Friedensstifter auf dem Pausenplatz - Primarschule Rütenen Windisch

Gewalt und Frieden sind Worte, die uns oft begegnen, die wir aber selten mit uns selber in Verbindung bringen.       

Wenden Sie nicht auch manchmal Gewalt an?

Sind Sie immer fähig, Frieden zu stiften?

Wie lösen Sie Konflikte?

Das Primarschulhaus Rütenen in Windisch setzt sich seit 7 Jahren mit den Themen Gewalt und Frieden auseinander. Das Programm „Peacemaker“ hat zum Ziel, das Zusammenleben in den Klassen und im ganzen Schulhaus zu fördern und die Schüler und Schülerinnen anzuregen, Konflikte gewaltfrei zu lösen.

Was ist ein Peacemaker?

Peacemaker sind 12 Schülerinnen und Schüler aus der 3., 4. und 5. Klasse, die von ihren Klassenkameraden und Lehrkräften gewählt wurden. Sie lernen in einem eineinhalbtägigen  Workshop Konflikte friedlich zu lösen und Streit zu entschärfen. Die Peacemaker sind jeweils ein Jahr lang vor allem in den Pausen im Einsatz. Natürlich ersetzen sie die Pausenaufsicht der Lehrkräfte nicht, aber sie bieten ihren Mitschülern Hilfe an, wenn in schwierigen Situationen Lösungen gefunden werden müssen.

Nach der Ausbildung treffen sich die Peacemaker regelmässig mit zwei verantwortlichen Lehrkräften zu einem Austausch und zur Weiterbildung.

Zweimal im Jahr werden zusätzlich Spielnachmittage durchgeführt. Sie stehen unter dem Motto „Fairplay“. Vor den Spielnachmittagen setzt sich jede Klasse mit diesem Thema auseinander. Die Kinder diskutieren Schwierigkeiten, die beim Spielen auftreten können und befassen sich mit Spielregeln, die einzuhalten sind.  

 

1. Schritt

Was ist los?

Die Beteiligten erzählen, was passiert ist.

2. Schritt

Wiederholen

Habe ich das richtig verstanden?

3. Schritt

Wie fühlst du dich?

Wie ist es für dich, wenn es passiert?

4. Schritt

Hat jemand eine Idee, wie ihr das lösen könntet?

5. Schritt

Gemeinsame Abmachungen, Lösungen festlegen.

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Disziplin und Sozialverhalten - Schule Mellingen-Wohlenschwil

Dem Thema „Disziplin und Sozialverhalten" wird an der Schule Mellingen-Wohlenschwil eine zentrale Bedeutung beigemessen. Die Auseinandersetzung mit diesem Thema wurde über mehrere Jahre grundsätzlich angepackt und auf die Erarbeitung eines gemeinsamen Verständnisses aller Erziehungspartner sehr Wert gelegt.

Der erste Schritt in diesem Prozess war eine Standortbestimmung der Schulleitung mit der Lehrerschaft, an der sich das Thema als zentrales Anliegen herauskristallisierte. Im folgenden Schuljahr führten Eltern und Lehrpersonen an gemeinsamen Tagungen einen Dialog über Werte, Erziehungsgrundsätze und -ziele. Dabei wurde auch das Verständnis von "Disziplin" ausgiebig diskutiert.

Im Anschluss daran wurden die Schüler/innen klassenweise befragt, welche Verhaltensgrundsätze in ihren Augen für das Zusammenleben an der Schule am wichtigsten seien.

Aus den gewonnenen Erkenntnissen erarbeitete eine schulübergreifende Arbeitsgruppe von Lehrpersonen drei gemeinsame Verhaltensgrundsätze für die ganze Schule Mellingen-Wohlenschwil und liess diese grafisch darstellen (siehe Anhang). Diese Verhaltensgrundsätze wurden den Eltern an Elternabenden vorgestellt. Unterdessen sind sie zu einem wertvollen Fundament für das Verhalten aller an unserer Schule Beteiligten geworden.

 

Unsere Verhaltensgrundsätze:

  • Ich gehe mit meinen Mitmenschen so um, wie ich selbst behan­delt werden möchte.
  • Ich beobachte mich und das, was ich tue. Ich verhalte mich so, dass ich mir selbst in die Augen schauen kann.
  • Ich trage mir selbst, meiner Gesundheit und meiner Umwelt Sorge.

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